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Ratgeber Kindergesundheit - Kleinkindzeit

Die Kleinkindzeit

Grundlagen für eine lebenslange Gesundheit

Als Kleinkindzeit gilt die Phase zwischen dem Säuglingsalter und dem Zahnwechsel. In dieser Zeit entdecken Kinder nach und nach die Welt. Sie lernen, indem sie nachahmen. Auch Ihr Kind wird nun genau beobachten, was Sie ihm vorleben. Das Nachahmen des sinnvollen Tuns der Erwachsenen und die Eindrücke der Sinneswahrnehmung wirken tief in den kindlichen Organismus hinein, bis hin zur Organreifung. So bilden sich Grundlagen für eine lebenslange Gesundheit.

Zu diesem Entwicklungsschritt gehört aber auch, dass Ihr Kind häufig krank werden kann. Bis zu 12 Infekte im Jahr sind nicht ungewöhnlich.

Der Sinn von Kinderkrankheiten

Krankheiten im Kindesalter haben eine wichtige Aufgabe: Sie unterstützen ein Kind darin, seinen Körper ganz zu durchdringen und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, krank zu sein. Und nehmen auch Sie sich Zeit für Ihr krankes Kind. Denn entscheidend ist, dass es seine Krankheit gut umsorgt durchleben kann. Das stärkt sowohl sein Immunsystem als auch seine Selbstheilungskräfte. Sie werden oft gerade nach fieberhaften Erkrankungen wahre Entwicklungssprünge bei Ihrem gesundeten Kind beobachten.

Augen

Bindehautentzündung

Häufig gehen Bindehautreizungen mit einer Infektionskrankheit einher. Auch kalter Wind, zu viel Sonneneinwirkung, Pollen oder eine Tierhaarallergie können eine Bindehautreizung auslösen.

Was hilft bei einer Bindehautentzündung?

Arzneimittel, die helfen können

Träufeln Sie WALA Euphrasia Einzeldosis-Augentropfen in das gereizte Auge. Damit sich die Augentropfen gut verteilen, sollte Ihr Kind das Auge möglichst einen Moment offen halten und bewegen. Vielleicht helfen Sie ihm dabei, indem Sie seinen Blick zum Beispiel auf eine Handpuppe lenken. Wenn Ihr Kind die Augen zukneift, können Sie die Tropfen auch auf dem Wimpernkranz der geschlossenen Augen platzieren.

Bindehautentzündung bei Kleinkindern - wann zum Arzt/Ärztin?

  • Bei starken, unklaren oder anhaltenden Beschwerden
  • Wenn sich die Symptome nicht bessern
  • Besteht ein Verdacht auf Verletzung durch Fremdkörper, sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen

Bauch

Bauchschmerzen und Übelkeit bei Kleinkindern

In der Kindheit sind Bauchschmerzen und Übelkeit ein häufiges und vieldeutiges Symptom. Magen-Darm-Infekte und Nahrungsmittelallergien können Bauch­schmer­zen genauso verursachen wie seelische und körperliche Überforderungen und Irrita­tionen, zum Beispiel ein Schockerlebnis. Kinder reagieren viel intensiver – bis ins Körperliche hinein – als Erwachsene. Meist zeigen ihre Bauchschmerzen keine schwerwiegende Störung an.

Was hilft bei Bauchschmerzen und Übelkeit?

Wärme und Zuwendung.
Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernsäckchen ist immer eine gute Wahl. Wenn Sie den Bauch Ihres Kindes mit einem hochwertigen Pflanzenöl (z.B. Olivenöl oder Sonnenblumenöl) im Uhrzeigersinn einreiben, verteilen Sie wohlige Wärme und regen die Darmbewegung an.

Bauchschmerzen und Übelkeit - wann zum Arzt/Ärztin?

  • Verdauungsbeschwerden bei Kindern unter 12 Jahren sollten generell ärztlich abgeklärt werden
  • Bei starken, unklaren oder anhaltenden Beschwerden
  • Wenn Ihr Kind die Schmerzen nicht nur unbestimmt um den Nabel, sondern mit dem Finger genau an einer anderen Stelle des Bauchraumes angeben kann
  • Wenn es in seiner spontanen Bewegung beeinträchtigt ist, zum Beispiel nur noch gekrümmt gehen kann oder sogar Bewegung vermeidet
  • Wenn es in Folge deutlicher Bauchschmerzen erbrechen muss
  • Wenn es auffallend blass ist
  • Wenn der Schmerz so stark wird, dass das Kind jede andere Aktivität abbricht
  • Wenn hohes Fieber, Kurzatmigkeit oder andere Symptome einer ernsteren Erkrankung zusammen mit den Bauchschmerzen auftreten

Durchfall und Erbrechen

Durchfall und Erbrechen bei Kleinkindern

Durchfall kann entstehen, wenn Viren oder Bakterien Magen und Darm infizieren oder wenn ein Kind bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. Pfirsiche oder Milch (noch) nicht gut verträgt oder wenn die Nahrung zu schnell umgestellt wurde. Auch manche Zusatzstoffe belasten den Darm zum Teil erheblich (z.B. Konservierungsstoffe). Manchmal sind die Beschwerden seelisch bedingt. Wenn Kinder Angst haben und damit nicht umgehen bzw. es nicht äussern können, reagieren sie oft mit Durchfall. Bei infektiös bedingten Magen-Darm-Erkrankungen geht Durchfall oft mit Erbrechen einher.

Aber auch das Erbrechen kann viele Ursachen haben. Nicht selten tritt dieses Symptom ausgerechnet im Urlaub auf – durch die vielleicht lange Fahrt und die ungewohnte Ernährung am Urlaubsort. Kindergeburtstage, Überforderungen und schockartige seelische Erlebnisse können ebenfalls Erbrechen auslösen.

Was hilft bei Durchfall und Erbrechen?

Flüssigkeit.
Denken Sie zunächst an ausreichenden Flüssigkeitsersatz: Bieten Sie Ihrem Kind zum Beispiel dünnen, Fencheltee löffelweise an.

Diät.
Sobald Ihr Kind wieder etwas essen kann, können Sie ihm zunächst hellen Reis, Hafer- oder Reisschleim und Karottengemüse geben. Darauf folgen pürierter frischer Apfel, Zwieback und vorerst etwas Joghurt statt Milch. Kehren Sie langsam zu einer normalen Ernährung zurück, denn Ihr kleiner Patient kann Eiweiss und Fett zunächst nur schlecht verdauen. Erst ganz zum Schluss stehen dann auch wieder Vollmilch, fette und süsse Speisen auf dem Speiseplan.

Durchfall und Erbrechen - wann zum Arzt/Ärztin?

  • Bei starken, unklaren oder anhaltenden Beschwerden
  • Wenn nach einem Tag keine Besserung eintritt
  • Wenn Ihr Kind unter akutem Erbrechen mit hohem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl bzw. deutlich beeinträchtigtem Allgemeinzustand, starken Schmerzen und ausgeprägtem Flüssigkeitsverlust leidet
  • Falls das Erbrechen andere Ursachen hat, die nicht mit der Verdauung zusammenhängen. Zum Beispiel wenn Ihr Kind auf den Kopf gefallen ist

Schlafen

Unruhe und Schlafstörungen bei Kleinkindern

Wenn ein Kind nicht zur Ruhe kommen kann, liegt das möglicherweise an zu vielen Reizen. Bereits Kleinkinder haben oft schon ein volles Programm, sind der Schnelllebigkeit ihrer Umgebung und ganz unterschiedlichen Medien ausgesetzt. Auch eine unrhythmische Tagesgestaltung, familiäre Auseinandersetzungen und dadurch bedingte Ängste können zu Schlafstörungen führen.

Was hilft bei Unruhe und Schlafstörungen?

Ruhe und Rhythmus.
Kleinkinder sind viel ruhebedürftiger als grössere Kinder oder gar Erwachsene. Aus Rücksicht darauf sollte die Familie Zeiten reservieren, die möglichst frei von Reizen und Verpflichtungen sind. Ein strukturierter Tagesablauf und eine ausgeglichene Umgebung unterstützen einen ruhigen Schlaf. Vielleicht führen Sie ein kleines Ritual direkt vor dem Schlafengehen ein: Sie können Ihrem Kind etwas vorsingen oder vorlesen, so dass es mit positiven Bildern im Kopf und Ihrer vertrauten Stimme im Ohr beruhigt einschläft. Probleme sollten Sie nicht an der Bettkante, sondern möglichst davor lösen, so dass am Ende eines Tages keine Sorgen mehr im Raum stehen.

Wärme.
Wärme ist sehr wichtig und förderlich für einen ruhigen Schlaf. Wenn Ihr Kind gerne badet, ist vor dem Schlafengehen der perfekte Zeitpunkt für ein 37 °C warmes Entspannungsbad mit etwas Lavendelöl. Auf jeden Fall sollten Sie auf warme Füsse achten und Ihrem Kind bei Bedarf Söckchen im Bett anziehen.

Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

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