WALA Arzneimittel
Ratgeber Kindergesundheit - Schulzeit

Die Schulzeit

neue Anforderungen, neue Vorbilder

Im Zeitraum zwischen Zahnwechsel und Pubertät stabilisiert sich der Körper Ihres Kindes zunehmend. Nun wird das Nachdenken über die Welt wichtiger – die Schulzeit kann kommen und mit ihr neue Vorbilder, an denen sich das Kind orientiert. Es geht den ersten Schritt in Richtung Ablösung vom behüteten Familienleben und muss sich in der Schulklasse behaupten. Die vielen neuen Eindrücke und Anforderungen fordern seine Mutkräfte wie auch sein Gefühls- und Seelenleben. Deshalb kann ein Schulkind mitunter sehr dünnhäutig und empfindlich sein. Vor allem im 9. und 10. Lebensjahr beobachten viele Eltern, dass sich ihr Kind abgrenzt und mitunter zu Ängstlichkeit oder Traurigkeit neigen kann. 

Schlafen

Nervosität und Schlafstörungen bei Kindern

Auch wenn Schulkinder deutlich besser mit Aussenreizen und Medien umgehen als Säuglinge und Kleinkinder, kann ein Zuviel auch bei ihnen zu Nervosität und Schlafstörungen führen. Auf manchen Kindern lastet zudem ein Leistungsdruck, der ihre Kräfte schlichtweg überfordert.

Was hilft bei Nervosität und Schlafstörungen?

Mehr Freiräume.
Betrachten Sie den Alltag Ihres Kindes einmal mit den Augen eines Aussenstehenden: Welche Verabredungen, welche Anforderungen sind wirklich nötig? Hat Ihr Kind genügend Freiräume zum Spielen und zum Entwickeln der eigenen Fantasie? Gerade diese unverplanten Phasen sind wichtig für die geistige Erholung und gesunde Entwicklung.

Entspannung vor dem Schlafengehen.
Die Zeit vor dem Zubettgehen hat eine grosse Bedeutung für den Schlaf. Jüngere Schulkinder bekommen gerne noch eine Geschichte vorgelesen. Märchen zum Beispiel erlauben dem Kind, sich in einer anderen Welt mit guten und schlechten Kräften bildhaft auseinanderzusetzen. Grössere Schulkinder sind eher an abenteuerlichen oder biografischen Erzählungen interessiert, die sie nach und nach selbst lesen. Mit ihnen können Sie auch gemeinsam auf den Tag schauen: Was war gut und wofür bin ich dankbar? Was hätte besser laufen können? Wie kann es beim nächsten Mal gelingen?

Wenn Ihr Schulkind gerne badet, können Sie ihm abends ein Voll- oder Fussbad mit etwas Lavendelöl anbieten oder auch nur die Arme mit Lavendelöl einreiben – jede dieser Anwendungen entspannt. Ein warmer Tee aus Hopfen, Johanniskraut, Lavendel und Melisse – zu je gleichen Teilen – kann das abendliche „Zur-Ruhe-Kommen“ unterstützen. Trinkt Ihr Kind nicht gerne Tee, tut es auch ein Glas warmer Saft.

Temperament oder Hyperaktivität?

Ob ein Kind extreme Unruhe oder lediglich sein lebhaftes Temperament zeigt, ist nicht immer leicht zu beurteilen. Wenn Sie sich Sorgen machen, suchen Sie das Gespräch mit Erziehern oder Lehrern des Kindes oder fragen Sie einen Kinderarzt/-ärztin.

Bauch

Bauchschmerzen und Übelkeit bei Kindern

Wie beim Kleinkind sind auch beim Schulkind Bauchschmerzen ein häufiges und vieldeutiges Symptom. Magen-Darm-Infekte, Nahrungsmittelallergien oder Kinderkrankheiten können Bauchschmerzen genauso verursachen wie seelische und körperliche Überforderungen und irritierende Erlebnisse. Bei einem Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren kann sich auch die erste Menstruation abzeichnen. Siehe auch Rubrik Pubertät.

Bauchschmerzen und Übelkeit - wann zum Arzt/Ärztin?

  • Bei starken, unklaren oder anhaltenden Beschwerden
  • Wenn Ihr Kind die Schmerzen nicht nur unbestimmt um den Nabel, sondern mit dem Finger genau an einer anderen Stelle des Bauchraumes angeben kann
  • Wenn es in seiner spontanen Bewegung beeinträchtigt ist, zum Beispiel nur noch gekrümmt gehen kann oder sogar Bewegung vermeidet
  • Wenn es in Folge deutlicher Bauchschmerzen erbrechen muss
  • Wenn es auffallend blass ist
  • Wenn der Schmerz so stark wird, dass das Kind jede andere Aktivität abbricht
  • Wenn hohes Fieber, Kurzatmigkeit oder andere Symptome einer ernsteren Erkrankung zusammen mit den Bauchschmerzen auftreten

Was hilft bei Bauchschmerzen und Übelkeit?

Wärme und Zuwendung.
Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernsäckchen ist immer eine gute Wahl. Sie können den Bauch Ihres Kindes im Uhrzeigersinn einreiben, so verteilen Sie wohlige Wärme und regen die Darmbewegung an.

Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

Das könnte Sie interessieren