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Ratgeber Schwangerschaft und Stillzeit - Zeit der Anpassung

Erstes Trimester - die ersten drei Schwangerschaftsmonate

Zeit der Anpassung

Auch wenn Ihnen die Schwangerschaft noch nicht anzusehen ist – Sie spüren die Veränderungen vielleicht in den ersten drei Monaten, dem ersten Trimester oder Trimenon, besonders deutlich. Schwanger zu sein bedeutet, den eigenen Körper vorübergehend dem Ungeborenen zur Verfügung zu stellen. Auch Ihr seelisches Befinden und Ihr gewohnter Lebensrhythmus passen sich dieser Aufgabe an. Die damit einhergehenden Schwangerschaftsbeschwerden, wie zum Beispiel Müdigkeit oder Übelkeit, lassen sich sanft lindern.

Die ersten drei Monate - Zeit der Anpassung

Untrügliche Zeichen

  • Die ersten Schwangerschaftsanzeichen nehmen Sie wahrscheinlich an den Brüsten wahr, die nun wachsen und mitunter spannen. Zugleich färbt sich der Warzenvorhof rund um Ihre Brustwarzen dunkler.
  • Damit das Ungeborene mitversorgt werden kann, schlägt Ihr Herz schneller, Ihre Atemfrequenz steigt.
  • Gegen Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels nimmt der Bauchumfang zu. Vielleicht können Sie bereits Ihre Gebärmutter oberhalb des Schambeins ertasten.

Auf all diese Umstellungen reagiert Ihr Körper mit zum Teil unangenehmen, aber ganz natür­lichen Symptomen: mit Übelkeit und Erbrechen, Vorlieben für bestimmte Speisen, einem erhöhten Schlafbedürfnis. Im Grunde wird mit diesen Schwangerschaftsbeschwerden einer inneren Auseinandersetzung Ausdruck verliehen – denn zwei individuelle Wesen teilen sich nun einen Leib. Dass sich eine Frau in dieser Zeit sehr sensibel zeigt, ist nur verständlich. Da sich ihre Schwangerschaft aber noch im Verborgenen abspielt, erfährt sie oft nicht das Verständnis, das ihr guttun würde. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Schwangere auf sich selbst achten.

Zwei Leben in einem

Gewichtszunahme während der Schwangerschaft

Sie lesen wahrscheinlich oft von 10 bis 12 kg, die Sie im Laufe Ihrer Schwangerschaft zuneh­men werden. Verstehen Sie diese Angabe als Richtwert und erlauben Sie sich Ihren eigenen Weg. Sehr schlanke Frauen können diese Angabe ruhig überschreiten, während sich übergewichtige Frauen daran halten sollten. Manche Frauen nehmen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sogar ab – auch das ist völlig normal. Wichtig ist jetzt vor allem, was Sie essen.

Gewichtszunahme während der Schwangerschaft:

So verteilt sich das zusätzliche Gewicht

  • Brust -> 0,5 bis 1 kg
  • Fettgewebe generell -> 3,5 bis 6 kg
  • Plazenta -> 0,5 bis 1 kg
  • Kind -> 3 bis 4 kg
  • Fruchtwasser -> 1 bis 1,5 kg
  • Gebärmutter -> 1 bis 1,5 kg
  • Blutvolumen -> 1,5 bis 2 kg
  • Extrazelluläre Flüssigkeit
    (Blutplasma, Lymphe, Gewebeflüssigkeit) -> 1,5 bis 3 kg

Kleine Mengen, grosser Genuss

Eine sinnvolle Ernährung in der Schwangerschaft

Mit jeder Mahlzeit während der Schwangerschaft versorgen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihr ungeborenes Kind. Doppelt so viel essen wie zuvor müssen Sie deshalb nicht. Erst ab dem vierten Monat brauchen Sie ca. 10 % mehr Energie – das entspricht etwa einem Käsebrot und einem Apfel.
Gönnen Sie sich über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten.

Sanft gelindert

Typische Beschwerden in den ersten Schwangerschaftsmonaten

Müdigkeit in der Schwangerschaft

Wenn Sie den ganzen Morgen über müde sind, könnte das an einem niedrigen Blutdruck liegen. Duschen Sie Ihre Waden kalt ab und reiben Sie Arme und Beine anschliessend mit dem Dr. Hauschka Beintonikum Richtung Körpermitte ein. Der enthaltene Rosmarin wirkt aktivierend.

Natürlich gelindert: typische Schwangerschaftsbeschwerden

Übelkeit in der Schwangerschaft

Aufgrund der Hormonumstellung ist Ihnen im ersten Drittel der Schwangerschaft vielleicht übel. Ein erstes Frühstück noch bevor Sie das Bett verlassen, viele kleine Mahlzeiten, Spaziergänge an der frischen Luft sowie ein geordneter Tagesablauf werden Ihnen jetzt guttun.

Kreislaufbeschwerden in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft ist auch Ihr Kreislauf in anderen Umständen. Sie spüren das eventuell, wenn Ihnen beim schnellen Aufstehen schwindelig wird.

Lassen Sie sich etwas mehr Zeit, trinken Sie auf der Bettkante ein Glas Wasser, kreisen Sie Ihre Füsse. 

Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

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