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Verspannungen

Wenn Entspannung zu kurz kommt

Anspannung ist sinnvoll. Sie lässt uns zum Bus rennen, Prüfungen meistern, wach und tatkräftig im Leben stehen. Wichtig ist, dass sich Muskeln und Geist nach der Anspannung wieder entspannen dürfen. Diese Phase des Lösens kommt im Alltag aber meist zu kurz: Wer sich bei der Arbeit keine Pause gönnt, Kind oder Einkauf einseitig trägt, wem eine Prüfung im Nacken sitzt oder wer sich einfach zu viel aufhalst, spürt über kurz oder lang Schmerzen in den Schultern, im Nacken oder im Rücken.

Typisch Verspannungen

Rückenschmerzen sind weit verbreitet

Wenn Sie immer wieder unter schmerzhaften Verspannungen leiden, sind Sie nicht allein: Es geht den meisten so. Vor allem Rückenschmerzen zählen zu den am häufigsten auftretenden Schmerzzuständen – obwohl bei über 80 % der Patienten keine organischen Ursachen vorliegen*. Vielmehr wird bei ihnen deutlich, dass eine körperliche, seelische oder geistige Anspannung nicht wieder in eine Entspannung zurück schwingen konnte.

*Rückenschmerzen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 53. Robert-Koch-Institut (Hrsg.), Berlin (2012)

Typisch Verspannungen

Vielleicht kennen Sie das? Konstante Schmerzen, die stechend oder schneidend einschiessen können und sich bei Kälte verschlimmern, sind typisch für Verspannungen. Oftmals breiten sich Rücken- oder Nackenschmerzen über den Hinterkopf bis hin zur Stirn aus und machen sich mitunter als Kopfschmerz bemerkbar. Auch eine eingeschränkte Beweglichkeit im Schulter-Nacken-Bereich ist ein häufiges Signal für Verspannungen.

Von der Schonhaltung zur Fehlhaltung

Es passiert ganz automatisch: Wer Schmerzen hat, nimmt eine Schonhaltung ein und vermeidet Bewegung, obwohl Bewegung gerade jetzt sinnvoll wäre. So verstärken sich Verspannungen, die Schmerzen nehmen zu, die Schonhaltung wird zur Fehlhaltung.

Was Sie sofort tun können:
Schmerzen lindern, Verspannungen lösen

Durchbrechen Sie schmerzhafte Kreisläufe

Um diese Kreisläufe zu durchbrechen, ist es wichtig, zunächst etwas gegen die Schmerzen zu tun: Zur natürlichen Schmerzlinderung hat sich der potenzierte Eisenhut (Aconitum napellus) bewährt. Er macht in seiner rhythmisierten Zubereitung vor, wie Wärme und Entspannung in angespannte und verhärtete Bereiche einziehen können, wie sich Muskel- und Nervenschmerzen lösen lassen und wie schmerzfreie Bewegungen wieder möglich werden.

Umgeben Sie sich mit Wärme

In der akuten Phase tut Wärme gut: Wolle auf der Haut, warme Kirschkernkissen, Saunagänge, warme Bäder oder Wärmebehandlungen mit Fango fördern die Entspannung und lösen erste Verspannungen. Eine wärmende Auflage kann Sie durch den Tag oder über Nacht begleiten.

Sobald Ihre Beweglichkeit zurückkehrt, können Sie mit der aktiven Vorbeugung beginnen.

Umgeben Sie sich mit Wärme - Verspannungen

Wie Sie Verspannungen langfristig vorbeugen

Auch Bewegung tut gut

Nach der Wärme kommt Bewegung! Denn so wichtig wie die Entspannung ist auch eine moderate Anspannung. Wenn Sie spazieren oder tanzen gehen, verbinden Sie Bewegung mit Lebensfreude und wärmen nicht nur Ihre Muskeln, sondern auch Ihre Seele. Setzen Sie sich kleine Ziele – wichtiger als Leistung ist das Lösen von Anspannungen.

Zwischendurch entspannen:
eine kleine Übung

Auch im Alltag können Sie kurze Pausen zur aktiven Entspannung nutzen. Die Anleitung für eine kleine Übung, die sich gut in Ihren Alltag integrieren lässt, finden Sie hier:

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Wie Sie Verspannungen langfristig vorbeugen

Die Anthroposophische Medizin kennt weitere Bewegungsangebote, die sich auch bei Verspannungen empfehlen: Rhythmische Massagen und Heileurythmie. Adressen von ausgewiesenen TherapeutInnen finden Sie unter http://www.heileurythmie.ch und
http://www.rhythmische-massage.ch

Verspannungen – wann zum Arzt/Ärztin?

  • Bei starken, unklaren oder anhaltenden Beschwerden
  • Wenn Kopfschmerz hinzukommt, der sich nicht bessert oder einseitig ist
  • Bei extrem eingeschränkter Beweglichkeit
  • Wenn die Schmerzen in die Gliedmassen oder andere Körperregionen ausstrahlen
  • Bei Taubheitsgefühlen in den Gliedmassen

Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

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