WALA Arzneimittel
  • Ohrenschmerzen bei Kindern

Ohrenschmerzen beim Kind: Erst verkühlt oder schon entzündet?

Ohrenschmerzen bei Kindern sind nicht selten. Denn durch Wind und Regen können sich kleine Ohren schnell verkühlen und werden so anfälliger für Reizungen oder gar Entzündungen. Es geht ihnen wie den kleinen Nasen und Hälsen: Überall dort, wo die Schleimhäute der oberen Luftwege kalt werden, haben Erkältungsviren leichtes Spiel.

Und da die Ohren mit dem Nasen-Rachen-Raum verbunden sind, können Erkältungsviren auch über Mund und Nase eindringen, von innen aufsteigen und eine Mittelohrentzündung hervorrufen. Wenn dann der Gang zum Mittelohr zuschwillt und sich Sekret im Mittelohr staut, sind oft starke Ohrenschmerzen die Folge.

Was sagt dein Gefühl?

Wann zum Arzt / zur Ärztin? Diese Frage lässt sich nicht nur anhand von Symptomen beantworten.

Entscheidend ist auch, was dein Bauchgefühl sagt.

Du kennst dich bzw. dein Kind schliesslich am besten. Deshalb solltest du zum Arzt / zur Ärztin gehen, wann immer du dich unsicher fühlst.

Wann zum Arzt/zur Ärztin, wenn dein Kind Ohrenschmerzen hat?

  • Wenn die Schmerzen zunehmen und sich das Allgemeinbefinden deines Kindes zunehmend verschlechtert
  • Bei eingeschränktem Hörvermögen
  • Wenn das Fieber höher als 39.0 Grad Celsius steigt
  • Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden
  • In den ersten sechs Lebensmonaten

Warum beim Kind an eine Mittelohrentzündung denken?

Kinder bekommen häufiger eine Mittelohrentzündung als Erwachsene, weil bei ihnen die Verbindung zwischen Nasen-Rachen-Raum und Mittelohr – die so genannte Ohrtrompete – noch relativ kurz und eng ist. So können Erkältungsviren schneller aufsteigen und so kann der Belüftungskanal bereits bei kleineren Entzündungen zuschwellen.

Woran erkennst du, dass es sich um eine Mittelohrentzündung handelt? Babys und kleine Kinder sind unruhig, schreien und drehen den Kopf. Etwas grössere Kinder fassen sich auch direkt ans Ohr. Ältere Kinder können ihre Ohrenschmerzen beschreiben.

Was hilft Kindern bei Ohrenschmerzen?

In unseren Empfehlungen zum Thema Ohrenschmerzen bei Babys findest du verschiedene Aspekte gebündelt. Sie reichen von allgemeinen Tipps über äussere Anwendungen bis hin zu bewährten Hausmitteln.

Grundsätzlich gilt: Die hier genannten Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen.

1
Die vorbeugende Mütze

Mit einem einfachen Tipp kannst du viel erreichen: Kinder sollten an kalten Herbst- und Wintertagen nie ohne Mütze an die frische Luft gehen. So viel zur Vorbeugung.

Ohrentropfen richtig anwenden

Ohrentropfen dürfen nur gegeben werden, wenn das Trommelfell intakt ist. Aber ist es das? So kannst du es mit etwas grösseren Kindern (etwa ab dem Schulalter) testen: Halte deinem Kind die Nase zu und bitte es, kräftig in die Nase hineinzublasen – so als ob es sich schnäuzen müsste.

2
Das Ohr belüften

Grundsätzlich gilt: Alle Schnupfentipps helfen auch dem Ohr, weil die Nase mit dem Mittelohr in Verbindung steht. Eine freie Nasenatmung ist die Voraussetzung für eine Belüftung des Mittelohrs. Träufle deinem Kind bei verstopfter Nase etwas Kochsalzlösung in die Nasenlöcher und reibe den Naseneingang mit WALA Nasenbalsam mild ein.

3
Eine Zwiebelauflage

Den Wirkstoff dieses bewährten Hausmittels hast du wahrscheinlich immer zur Hand, denn du brauchst lediglich eine Küchenzwiebel. Unser Film zeigt, wie du deinem Kind bei Ohrenschmerzen eine Zwiebelauflage bereitest.

Tipps für die Zwiebelauflage

  • Das vorbereitete Zwiebelpäckchen bitte erwärmen. Das geht ganz einfach zwischen einer zusammengeklappten Wärmflasche - 3 Minuten reichen schon.
  • Die Wirkung der Auflage verstärkt sich, wenn du das vorgewärmte Zwiebelpäckchen mit einem sogenannten Seelchen bedeckst. Schöner Nebeneffekt: mehr Wärme am Ohr und weniger Zwiebelgeruch.
  • Als Seelchen eignet sich am besten unbehandelte Schurwolle, die du in der Apotheke und Drogerie erhältst.

4
Und Antibiotika?

Ausdrücklich versteht sich die anthroposophische Medizin nicht als Alternative, sondern als Ergänzung der Schulmedizin. Sie erweitert das Behandlungsspektrum, zu dem auch Antibiotika gehören, um natürlich wirksame Arzneimittel. So stehen Kinderärzt:innen und euch als Eltern viele medizinisch bewährte Wege zur Behandlung einer Mittelohrentzündung offen.

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  • die entscheidenden Entwicklungsphasen deines Kindes
  • typische Kinderbeschwerden und Tipps für die Behandlung zu Hause
  • Empfehlungen für Arzneimittel, die die Hausapotheke bereichern
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