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  • Verdauungsbeschwerden in der Schwangerschaft

Blähungen / Verstopfung in der Schwangerschaft: lassen sich natürlich lindern

Verdauungsprobleme in der Schwangerschaft – Verstopfung oder Blähungen zum Beispiel – sind nicht ungewöhnlich. Denn es treffen gleich mehrere mögliche Auslöser zusammen: Durch die Hormonumstellung wird der Darm träge.

Dazu kommt, dass sich mit Fortschreiten der Schwangerschaft viele Schwangere weniger bewegen. Weiterhin schränkt das wachsende Kind den Bewegungsspielraum im Bauchraum ein. Und auch Eisenpräparate können Blähungen oder Verstopfungen in der Schwangerschaft hervorrufen.

Was hilft generell bei Verdauungsproblemen in der Schwangerschaft?

Du kannst einiges dafür tun, deine Verdauung wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen und viele typische Beschwerden zu lindern. Bewegung und Ernährung haben einen grossen Einfluss. Und weil ein enger Zusammenhang zwischen deinem seelischen Wohlbefinden und einer harmonischen Verdauung besteht, darfst du Entlastung und Entspannung in deinem Alltag mehr Raum schenken.

Mit diesen drei Faktoren – einer bewussten Ernährung, mehr Bewegung und weniger Stress – machst du vieles richtig und bist gut vorbereitet, wenn sich die Verdauungsprobleme aus der Schwangerschaft auch noch während der Stillzeit zeigen. Lass deinem Magen und deinem Darm Zeit, nach der Entbindung zurück in den gewohnten Rhythmus zu finden.

In unseren Empfehlungen findest du medizinische, pflegerische und hebammenkundliche Aspekte gebündelt. Sie reichen von Arzneimitteltipps über äussere Anwendungen bis hin zu bewährten Hausmitteln.

Grundsätzlich gilt: Die hier genannten Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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Bewusst geniessen

Wähle hochwertige Lebensmittel, wenn möglich aus biologischem Anbau, kaue gut, esse und geniesse bewusst. Eine Ernährung, die deine Verdauung stärkt, darf köstlich schmecken. Wenn du dir vor Augen führst, dass Gewürze wie Thymian, Kardamom, Fenchel, Anis und – wenn du es verträgst – auch Curry und Chili die Verdauung fördern, fällt dir das Geniessen bestimmt nicht schwer. Einige Rezepte findest du übrigens in unserem Ratgeber Gesunde Ernährung.

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Verdauungsfördernde Zutaten

Was sollte auf deinem Einkaufszettel stehen? Vor allem Vollkornprodukte, viel Gemüse, ein wenig Obst sowie sauer fermentierte Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch oder auch Sauerkraut. Damit fütterst du die gesunden Darmbakterien und stärkst deine Verdauungskräfte. Für die Zubereitung gilt: Gedünstetes Gemüse und gedünstetes Obst entlasten die Verdauung, Rohkost und Salat solltest du bei Verdauungsproblemen in der Schwangerschaft meiden.

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Viel trinken

Zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee bewähren sich, um das Verdauungssystem in seiner Arbeit zu unterstützen. Probiere, morgens als Erstes ein Glas lauwarmes Wasser zu trinken. Wenn du etwas Zitronensaft oder Apfelessig dazutust, regst du gleich noch deinen Stoffwechsel an.

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Bewegung und Entspannung

Dass sich diese beiden Tipps nicht ausschliessen, beweisen entspannende Bewegungsformen wie Yoga, Pilates, Schwimmen, Radfahren oder Spazierengehen. Es geht nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um massvolle Bewegung, von der Körper, Geist und Seele gleichermassen profitieren.

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Bitterstoffe

Bitterstoffe sind wertvolle Verdauungshelfer, die du zum Beispiel in Radicchio, Rucola, Chicorée, Grapefruit und Artischocken, Salbei, Ingwer und Kalmus findest.

Bereits im Mund regen Bitterstoffe die Produktion von Verdauungssäften an und unterstützen so nicht nur den Abbau der Nahrung in Magen und Darm, sondern helfen dem Organismus, die Nahrung besser aufzunehmen. Zudem lenken sie unsere Aufmerksamkeit ganz auf den intensiven Geschmack. Bei Verdauungsproblemen helfen Bitterstoffe, das aus seinem natürlichen Rhythmus geratene Verdauungssystem zu zentrieren und wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Was hilft speziell bei Verstopfung in der Schwangerschaft?

Wenn du in der Schwangerschaft zu Verstopfungen neigen, gibt es ein paar Ernährungshinweise, die du berücksichtigen kannst.

In unseren Empfehlungen findest du medizinische, pflegerische und hebammenkundliche Aspekte gebündelt.

Grundsätzlich gilt: Die hier genannten Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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Flohsamen & Co.

Flohsamenschalen, Leinsamen oder Weizenkleie sind bei Verstopfung eine sinnvolle Ergänzung im Ernährungsplan. Bitte achte dann besonders darauf, ausreichend zu trinken. Die zusätzliche Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, damit die Ballaststoffe in den Flohsamenschalen bzw. im Leinsamen oder in der Weizenkleie quellen können. Durch das grössere Volumen wird der Stuhl Richtung Darmausgang transportiert und ausgeschieden. Hierfür darf sich dein Darm ganz natürlich bis zu einem Tag Zeit lassen.

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Mehr Trockenobst als Schokolade

Weissmehl, Zucker, Schokolade und Bananen gehören zu den stopfenden Lebensmitteln, die du jetzt einschränken solltest. Greife stattdessen zu getrocknetem Obst, um deine Verdauung anzuregen. Dazu bitte immer etwas trinken, zum Beispiel Tee mit Anis, Fenchel und/oder Kümmel.

Was hilft speziell bei Völlegefühl, Magendruck oder Blähungen in der Schwangerschaft?

Zusätzlich zu den generellen Massnahmen bei Verdauungsbeschwerden sind bei Völlegefühl, Magendruck und Blähungen Bitterstoffe und Baucheinreibungen besonders hilfreich.
In unseren Empfehlungen findest du medizinische, pflegerische und hebammenkundliche Aspekte gebündelt. Sie reichen von Arzneimitteltipps über äussere Anwendungen bis hin zu bewährten Hausmitteln.

Grundsätzlich gilt: Die hier genannten Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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Baucheinreibung mit Melissenöl

Bei Bauchschmerzen oder Blähungen in der Schwangerschaft kannst du deinen Bauch sanft im Uhrzeigersinn mit Melissenöl einreiben. Das Öl verstärkt die beruhigende Wirkung deiner Bewegungen.

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Bitterstoffe

Bitterstoffe sind wertvolle Verdauungshelfer, die du zum Beispiel in Radicchio, Rucola, Chicorée, Grapefruit und Artischocken, Salbei, Ingwer und Kalmus findest.

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